FOI®

Funktionelle Orthonomie und Integration

"Die FOI® ist ein eigenständiges holistisches Therapiekonzept in der manuellen Therapie und Osteopathie.

Sie beruht auf den praktischen Erfahrungen von über 25 Jahren Therapie

und mehr als 150.000 dokumentierten Behandlungen.

 

Die FOI® ist eine Therapie aus der Praxis für die Praxis.

Die FOI® geht davon aus, dass der Körper auf ein entstandenes Problem im Bewegungsapparat mit einem Kompensationsverhalten reagiert.

Die praktische Erfahrung zeigt, dass sich diese Kompensationsmechanismen über den ganzen Körper verteilen, immer nach einem relativ festgelegten Muster.

Aus diesem Grund sind die Kompensationsmuster und Ursache- Folge- Ketten auch immer gut zu erkennen.

 

Die Erfahrung zeigt auch, dass die Systematik der Kompensationen allerhöchste Aufmerksamkeit in der Behandlung benötigt, um schnell und nachhaltig Probleme und Schmerzen zu beseitigen." (...)

(Textauszug des Ausbildungsinstitut für FOI® - Papenwiese 7, 49733 Haren - Quelle: http://www.funktionelle-integration.de/foi_therapiekonzept.3.html, Abrufdatum: 08.10.2017)

Orthopädische Manuelle Therapie

"Orthopädische Manuelle Therapie ist eine Spezialisierung innerhalb der Physiotherapie und liefert eine umfassende konservative Behandlung von Schmerzen und anderen Symptomen neuro-muskulärer und gelenkbedingter Dysfunktionen der Wirbelsäule und der Extremitäten. Orthopädische Manualtherapeuten arbeiten innerhalb des orthodoxen

(= anerkannten) medizinischen Systems in enger Verbindung mit praktischen Ärzten.

Sie sind verantwortlich für das Erstellen der klinischen physikalischen Diagnose und für die Entscheidung, ob der Patient für die Behandlung geeignet ist bei Beachtung der Vorsichtsmaßnahmen und Erkennung der Kontraindikationen.

Die Anwendung der OMT beruht auf einer gründlichen Untersuchung des neuro-muskulären und artikulären Systems. Diese Untersuchung dient zur Bestimmung, in physikalischen Begriffen, der vorliegenden Dysfunktion im artikulären, muskulären und neuralen System. Gleichfalls zielt die Untersuchung auf die Unterscheidung der Bedingungen, bei denen eine Behandlung durch OMT kontraindiziert ist oder solchen, bei denen anatomische Anomalitäten oder pathologische Prozesse den Gebrauch von OMT-Verfahren begrenzen oder leiten.

Das Hauptziel der OMT ist die Wiederherstellung der maximalen und schmerzfreien Funktion des neuro-muskulären Gelenksystems." 

(Quelle:IFOMT 2006 im Haltungsgleichgewicht – IFOMT 1992).

Neurokinesiologie

nach Prof. Vojta 

"Die Vojta-Therapie ist eine physiotherapeutische Behandlungsmethode bei Störungen des zentralen Nervensystems und des Haltungs- und Bewegungsapparates. Sie wurde von dem tschechischen Neurologen und Kinderneurologen Václav Vojta in den 1960er Jahren entwickelt.

Während gesunde Menschen bei ihrer Alltagsorientierung auf sämtliche Bausteine der menschlichen Aufrichtung und Fortbewegung automatisch und unbewusst zugreifen können, stehen die angeborenen Bewegungsmuster zum Greifen und Hantieren, Umdrehen und Aufstehen, Gehen und Laufen bei Schädigungen des Zentralen Nervensystems und des Haltungs- und Bewegungsapparates nur eingeschränkt zur Verfügung.

Mit der so genannten Reflexlokomotion (oder Reflexfortbewegung) hat Vojta eine Methode entwickelt, die elementare Bewegungsmuster auch bei Menschen mit geschädigtem Zentralnervensystem und Bewegungsapparat zumindest in Teilbereichen wieder zugänglich macht.

Im Begriff „Reflexlokomotion“ sind bereits die Grundzüge der Vojta-Therapie zusammengefasst: Unter Reflex versteht die Wissenschaft eine stets gleiche Reaktion auf einen bestimmten Reiz, die nicht bewusst gesteuert werden kann. Lokomotion bezeichnet allgemein die Fähigkeit der Fortbewegung." (...)

Anwendungsgebiete:

"Die Vojta-Therapie kann als Basistherapie im Bereich Physiotherapie bei praktisch jeder Bewegungsstörung und zahlreichen Erkrankungen eingesetzt werden. Fälschlicherweise wird oft angenommen, dass die Therapie nach Vojta allein im Säuglings- und Kleinkindalter die gewünschten therapeutischen Erfolge erzielt. Das Zentralnervensystem ist im Säuglings- und Kindesalter im Vergleich zum Erwachsenenalter wesentlich formbarer. Doch auch in späteren Lebensjahren lassen sich noch gesunde Bewegungsmuster im Zentralnervensystem „bahnen“.

Die Vojta-Therapie setzt einzig eine neuromuskuläre Verbindung, also eine vorhandene „Leitung“ zwischen Nervenbahnen und Muskeln, voraus. Bei Krankheitsbildern, die nicht ursächlich behandelt werden können, wie z. B. Multiple Sklerose, kann mit der sogenannten Reflexlokomotion im Rahmen der Vojta-Therapie das jeweils vorhandene neurologische Potenzial ausgeschöpft werden." (...)

 

Indikationen zur Vojta-Therapie sind:

 

Kontraindikationen

Die Vojta-Therapie darf nicht angewendet werden bei:

  • akuten fieberhaften bzw. entzündlichen Erkrankungen

  • speziellen Erkrankungen wie z. B. Glasknochenkrankheit

  • bestimmten Herz- und Muskelerkrankungen

  • Schwangerschaft

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Vojta-Therapie (Abrufdatum: 31.10.2017)

(...)"Besonders wird auf die zentrale Rolle von Kopfdrehung und autochthoner Muskulatur eingegangen, die diese bei den verschiedenen Phasen des Schrittzyklus beim Reflexkriechen und Reflexumdrehen haben. Kopfdrehung, autochthone Muskulatur und schräge Bauchmuskelketten scheinen demnach ein grundsätzlicher Schlüssel des Kreuzgangmusters zu sein. Die neurobiologischen Hintergründe (...Schrittbewegung...im Sinne des "Eidechsenmusters") der Entwicklung des Kreuzgangs und seiner Generatoren wurden wissenschaftlich von Grillner (1985) und Laufens et al. (1991) nachgewiesen."(...)

( Quelle: Das Vojta Prinzip - Annegret Peters & Prof. Václav Vojta, 3. Auflage Springer Medizin Verlag Heidelberg C-1997,2001,2007, ISBN-13 978-3-540-46509-6 )

Neurokinesiologie

nach

Dr. Rodolfo Castillo Morales®

"Das von Dr. Rodolfo Castillo Morales entwickelte Konzept wurde zunächst „Orofaziale Regulationstherapie“ genannt. Später wurde die Verbesserung der Haltung des gesamten Körpers unter dem Begriff „neuromotorische Entwicklungstherapie“ mit einbezogen. Heute wird beides unter dem Begriff „Castillo-Morales®-Konzept“ zusammengefasst."

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Rodolfo_Castillo_Morales (Abrufdatum: 12.09.2020)

"Dr. Rodolfo Castillo Morales hat medizinisch-menschlich-therapeutisch mehr als 40 Jahre seines Lebens Menschen mit Trisomie 21 begleitet. Dadurch blickte er auf einen überaus reichhaltigen Erfahrungsschatz zurück, die ältesten seiner über 4000 Patienten mit Trisomie 21 waren über 40 Jahre alt.

Als Arzt, der sich intensiv mit der Bobath- und Vojta Therapie auseinandersetzte, fehlte ihm  etwas in der Behandlung der Kinder mit muskulärer Hypotonie, und er begann durch und für sie sein Konzept zu entwickeln." (...)

"Die betroffenen Kinder weisen oft eine Vielzahl von körperlichen Besonderheiten (wie z. B. die häufig zu kurzen Arme, den offenen Mund und die vorverlagerte Zunge) und funktionellen  Einschränkungen auf, wie z. B. Probleme in der Aktivitätssteuerung auf Grund genetisch bedingter Reifungsstörungen (Das Castillo Morales Konzept, 2012, Kap. 3.2). Daher ist für einige dieser Kinder und ihre Eltern eine umfassende Begleitung und Unterstützung sinnvoll." (...)

"Das Castillo Morales®-Konzept ist ein umfassendes, neurophysiologisch orientiertes Therapiekonzept für Kinder und Erwachsene mit kommunikativen, sensomotorischen und orofazialen Störungen.

Dr. Rodolfo Castillo Morales hat dank seiner differenzierten Betrachtungsweise der sensomotorischen Entwicklung in ihrer Auswirkung auf die Funktionen und Aktivitäten im orofazialen Bereich ein Behandlungskonzept entwickelt, das auch hier in Deutschland Beachtung fand und primär unter dem Begriff „Orofaziale Regulationstherapie“ bekannt wurde (Castillo Morales, 1991). Besonders betont werden im Konzept die Auswirkungen von Körperhaltung und Bewegung auf die Position von Kopf, Nacken und Kiefer sowie auf die Aktivitäten von mimischer, oraler und pharyngealer Muskulatur."(...)
"Sein Behandlungskonzept entwickelte Castillo Morales primär für Menschen mit muskulärer Hypotonie und sensomotorischen Beeinträchtigungen.

Heute wird es vorrangig bei Kindern und Erwachsenen mit verschiedensten sensomotorischen Störungen im Bereich des Gesichtes, Mundes und Rachens angewandt, wie beispielsweise:"

  • Kindern mit retardierter sensomotorischer Entwicklung

  • Kindern mit angeborenen, anatomisch bedingten Veränderungen im Bereich des Mundes 

  • Pierre-Robin-Sequenz

  • Lippen- Kiefer- Gaumen-Segel-Fehlbildung

  • Kindern mit muskulärer Hypotonie, z.B. bei Trisomie 21 (Down Syndrom)

  • Adere genetisch bedingte Syndrome

  • Frühgeborenen Kindern mit Problemen beim Trinken und Essen

  • Neugeborenen mit Saug- und Schluckstörungen

  • Patienten aller Altersgruppen mit neurologischen Erkrankungen mit orofazialer Begleitsymptomatik

  • Neuromuskuläre Erkrankungen

  • Zerebralparesen

  • Zustände nach Schädel-Hirn-Trauma oder Schlaganfall.

  • Patienten mit orofazialen oder kraniofazialen Struktur- und Funktionsstörungen

  • Fazialisparesen

  • Dysphagien

  • Periphere Paresen oder Mehrfachbehinderungen

"In Einzelfällen kann eine kieferorthopädische Versorgung mit einer Gaumenplatte, die therapeutisch begleitet wird, hilfreich wirken."

Quelle: https://www.castillomoralesvereinigung.de/Castillodata/Deutsch/Mediziner.html (Abrufdatum: 12.09.2020).

Neurokinesiologie

nach Dr. Karel & Dr. h.c.Berta BobathMBE(PT) 

"Das Konzept wurde ab 1943 von der Physiotherapeutin Berta Bobath und ihrem Ehemann, dem Neurologen und Kinderarzt Karel Bobath, entwickelt. Das Bobath-Konzept basiert auf neurophysiologischen und entwicklungsneurologischen Grundlagen und orientiert sich an den Ressourcen des Patienten. Beide, Karel und Berta Bobath, legten schon damals großen Wert darauf, dass die angewandten Methoden und Techniken immer mit den neuesten neurologischen Erkenntnissen übereinstimmen. "(...)

"Die Machtübernahme Adolf Hitlers und die Verfolgung von Juden durch das nationalsozialistische Regime führten zur Emigration der Jüdin Berta Bobath nach England.

In England ließ sich Berta Bobath zur Physiotherapeutin ausbilden. Sie traf dort ihren Jugendfreund, den jüdischen Kinderarzt Karel Bobath wieder, der über Prag und Brünn nach England geflohen war. Ihr Mann Kar(e)l (1906–1991) studierte in seiner Geburtsstadt Berlin Medizin und legte dort 1932 sein erstes Staatsexamen ab. Nach 1933 durfte er als Jude in Deutschland kein Examen mehr ablegen und beendete sein Studium deshalb in Prag und Brünn. Nach der Besetzung Tschechiens durch die deutsche Wehrmacht 1939 flüchtete er von dort nach England, wo er „Bertie“ 1941 heiratete und sie begannen mit der Zusammenarbeit auf dem Gebiet neurologischer Störungen. Berta Bobath erkannte, dass sich Spastiken durch bestimmte Bewegungen und Haltungen beeinflussen ließen und entwickelte gemeinsam mit ihrem Mann das Bobath-Konzept. 1950 erschien ihre erste gemeinsame Veröffentlichung: Spastic Paralysis-Treatment by Use of Reflex Inhibition. 1951 gründeten sie in London das Western Cerebral Palsy Centre (The Bobath-Centre), ein privates Zentrum zur Behandlung von Patienten mit zerebralen Bewegungsstörungen." (...)

"Das Konzept beruht auf der Annahme der „Umorganisationsfähigkeit“ (Plastizität) des Gehirns, das heißt, dass gesunde Hirnregionen die zuvor von den erkrankten Regionen ausgeführten Aufgaben neu lernen und übernehmen können. Häufig sind bei traumatischen Hirnschädigungen nicht die eigentlichen Kontrollzentren zerstört, sondern Verbindungswege unterbrochen, die mit konsequenter Förderung und Stimulation des Patienten durch alle betreuenden Personen neu gebahnt werden können. Die Bobaths erkannten die Möglichkeiten, die sich durch die Plastizität des Gehirns ergeben. Verloren gegangene Funktionen, zum Beispiel nach einem Schlaganfall, können durch Vernetzung und Intensivierung anderer Hirnbereiche wiedererlangt werden.

Hierzu werden Bewegungssequenzen durch repetitives Üben (ständiges Wiederholen) wieder „eingeschliffen“. Das heißt, es werden intakte Verbindungen (Synapsen) zwischen den Nervenfasern rekrutiert, so dass neuronale Funktionsverbände aufgebaut werden, um die motorische Funktion herzustellen. Die Behandlung beeinflusst die Partizipationsebene als auch die Struktur- bzw. Funktionsebene (ICF und ICFcy).

Hemiplegiker neigen häufig dazu, ihre gelähmte (mehr betroffene) Körperseite – bis zur völligen Leugnung – zu vernachlässigen und ihre Einschränkungen umso mehr mit ihrer beweglichen (weniger betroffenen) Körperseite zu kompensieren. Solche einseitigen Bewegungen helfen dem Patienten jedoch nur vordergründig, da die mehr betroffene Seite nicht die Möglichkeit erhält, neue Informationen zu empfangen und zu verarbeiten. Das Gehirn erhält somit nicht die Aufgabe, sich umzustrukturieren. Stattdessen besteht auf Grund asymmetrischer Bewegungen eher die Gefahr, schmerzhafte Spastiken zu entwickeln. Das Hauptprinzip des Bobath-Konzepts bezieht dagegen die mehr betroffene Körperseite immer wieder in Alltagsbewegungen ein, indem sie sensorisch stimuliert wird, um sie in ihren Bewegungen mit der weniger betroffenen Körperhälfte in Einklang zu halten."(...)

(...)"Frau Bobath entdeckte bei der Behandlung schwer spastischer Patienten, dass die Spastik des Patienten durch bestimmte Lagerungen, Stellungen und Bewegungen nachließ oder sogar verschwand. Sie erkannte, dass Spastik nicht wie bisher allgemein angenommen ein feststehendes, konstantes Phänomen ist, sondern von der Stellung und der Bewegung des Körpers beeinflusst wird. Durch systematische Beobachtung vieler Patienten und Erprobung weiterer Behandlungstechniken entstand so das Bobath-Konzept als empirisches (auf Erfahrungen gestütztes) Behandlungskonzept.(...)"

(...)"Das Ehepaar Bobath bezeichnete die von ihm entwickelte Arbeitsweise ausdrücklich als Konzept und nicht als Methode. Das Bobath-Konzept beinhaltet also keine vorgeschriebenen Techniken, Methoden oder Übungen, die mit allen Patienten in stets gleicher Weise zu absolvieren sind, sondern es berücksichtigt vielmehr die individuellen Möglichkeiten und Grenzen eines Patienten und bezieht diese unter Anwendung einiger Prinzipien in Pflege und Therapie ein."(...)

Eingesetzt wird das Bobath-Konzept in der Behandlung von Säuglingen, Kindern und Erwachsenen mit:

 

  • Zerebralen Bewegungsstörungen 

  • Sensomotorischen Störungen

  • Neuromuskulären Erkrankungen

  • Z.n. Schlaganfall

  • Multipler Sklerose 

  • Intrazerebraler Blutung 

  • Schädel-Hirn-Trauma

  • Erkrankungen des Rückenmarks

  • Enzephalitis

  • Hirntumoren

  • Morbus Parkinson

  • und peripheren Nervenschädigungen.

(...)"Zunächst wurden nur Säuglinge und Kinder mit angeborenen Bewegungsstörungen (Kinder mit Zerebralparese) „nach Bobath“ behandelt. Das Konzept fußt auf dem Verständnis für die Entwicklungsphysiologie und auf der Neurophysiologie. In den 1960er Jahren wurde das Konzept auf die Pflege und Therapie erwachsener Patienten ausgedehnt. Heute stellt es das erfolgreichste und weltweit anerkannte Behandlungskonzept für Menschen mit Bewegungsstörung infolge einer neurologischen Erkrankung dar. Patienten mit Hirnschäden und zentralen Lähmungen galten noch vor einigen Jahren als Pflegefälle. Durch gezielte pflegerische und therapeutische Maßnahmen können sie heute durchaus erfolgreich rehabilitiert werden."(...)

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bobath-Konzept (Abrufdatum: 14.09.2020)

Krankengymnastische Behandlung, auch auf neurophysiologischer Grundlage als Einzelbehandlung

Definition:

Krankengymnastik (KG):
Krankengymnastische Behandlungstechniken dienen z. B. der Behandlung von Fehlentwicklungen, Erkrankungen, Verletzungsfolgen und Funktionsstörungen der Haltungs- und Bewegungsorgane sowie der inneren Organe und des Nervensystems mit mobilisierenden und stabilisierenden übungen und Techniken zur Verbesserung der passiven Beweglichkeit, der Muskeltonusregulierung sowie zur Kräftigung und Aktivierung geschwächter Muskulatur oder dienen der Behandlung von Folgen psychischer/psychophysischer Störungen im Bereich der Bewegungsorgane.

Information, Motivation und Schulung des Patienten über gesundheitsgerechtes und auf die Störung der Körperfunktion abgestimmtes Verhalten (Eigenübungsprogramm) sowie die Schulung des Patienten und ggf. der betreuenden Person im Gebrauch seiner Hilfsmittel sind Bestandteil der Leistung.

Vorbereitende und ergänzende Maßnahmen der physikalischen Therapie können in Kombination zur Erreichung eines Therapiezieles zur Anwendung kommen.

Regelbehandlungszeit: Richtwert 15 bis 25 Minuten.

Klassische Massagetherapie (KMT)

Definition:

Manuelle, mechanische Anwendung der Massagegrundgriffe Streichungen, Knetungen, Friktionen, Klopfungen (Erschütterungen) und Vibrationen sowie deren Kombination und Variationen.

Therapeutische Wirkung:

  • Lösung von Adhäsionen in Gleit- und Schiebegeweben zwischen Haut, Unterhaut,
    Muskel und Bindgewebe.

  • Abtransport schmerzerzeugender Substanzen, Anregung des Muskelstoffwechsels,

  • Einwirkung auf das Gefäßsystem.

  • Wirkung auf Proprio- und Mechanorezeptoren mit Normalisierung des Muskeltonus

  • Schmerzhemmung.

Indikationen:

  • Muskelverspannungen, muskulärer Hypertonus ( "Hartspann")

  • Muskelhypotonus

  • Schmerzen im Bereich der Muskulatur und bei Weichteilrheumatismus

  • Adhäsionen und Narben im subkutanen Gewebe und Bindegewebe.

Therapieziel:

  • Regulation des Muskeltonus

  • Schmerzlinderung

  • Lokal und reflektorisch Verbesserung der Durchblutung und Entstauung.

Leistungen:
Behandlung einzelner oder mehrerer Körperteile entsprechend dem individuell erstellten Behandlungsplan.

Regelbehandlungszeit: Richtwert 15 bis 20 Minuten.

Bindegewebsmassage (BGM)

Definition:
Massagetechnik zur Diagnostik und Behandlung von krankhaft veränderten Bindegewebszonen.

Therapeutische Wirkung:

Neuroreflektorische Wirkung über segmentale Haut-, Bindegewebs- und Muskelzonen (kutanoviszerale und muskuloviszerale Reflexwirkung):

  • Wirkung auf segmental zugeordnete Eingeweideorgane.

  • Wirkung auf periphere arterielle Durchblutung.

  • Neurovegetative Gesamtbeeinflussung.

Schädigungen/Funktionsstörungen:

  • Funktionelle Störungen innerer Organe (z. B. Atemnot, Husten, Spasmen der Bronchialmuskulatur, Spasmen des Magen-Darm-Traktes ,,)

  • Durchblutungsstörungen und Gefäßspasmen

  • Störungen des lokalen Stoffwechsels

Therapieziel:

  • Normalisierung des Tonus im Bereich innerer Organe

  • Normalisierung des vegetativen Nervensystems

Leistung:
Behandlung einzelner oder mehrerer Körperteile entsprechend dem individuell erstellten Behandlungsplan
.

Regelbehandlungszeit: Richtwert 20 bis 30 Minuten.

Segment-, Periost-, Colonmassage

Definition:
Segmentmassage: modifizierte Griffe und speziell weiterentwickelte Griffvariationen mit Knetungen, Friktionen und Vibrationen mit Erfassung aller Gewebeschichten zwischen Haut und Periost.

Periostmassage: Punktförmig, rhythmisch ausgeführte Druckmassage über dem Periost.

Colonmassage: Analwärts gerichtete Druck- und Gleitbewegungen an bestimmten Punkten des Abdomens.

Therapeutische Wirkung:

Neuroreflektorische Lokal-, Fern- und Allgemeinwirkungen.

Schädigungen/Funktionsstörungen:

  • Funktionelle Störungen und vegetative Dysregulation innerer Organe.

  • (Colonmassage: vorübergehende oder dauerhafte chronische Schädigung der intestinalen Funktion mit Schmerzen, Obstipation oder Meteorismus).

  • Periphere funktionelle Durchblutungsstörungen.

  • Störung des Muskeltonus.

  • Störungen des lokalen Stoffwechsels.

Therapieziel:

  • Normalisierung des Tonus im Bereich innerer Organe und Schmerzlinderung.

  • Normalisierung des vegetativen Nervensystems.

  • Normalisierung des reflektorisch geänderten Muskeltonus und Schmerzlinderung.

Leistung:
Behandlung einzelner und mehrerer Körperteile entsprechend dem individuell er-
stellten Behandlungsplan.

Regelbehandlungszeit: Richtwert 15 bis 20 Minuten.

Manuelle Lymphdrainage

Definition:
Manuelle Massagetechnik mit systematischer Anordnung und rhythmischer Folge von Drehgriffen, Schöpfgriffen, Pumpgriffen sowie stehenden Kreisen und Spezialgriffen.
Der Einsatz von Geräten (z. B. Lymphomat) ist kein Ersatz für die manuelle Lymphdrainage.

Therapeutische Wirkung:

  • Abflussförderung der interstitiellen Flüssigkeit über Lymph- und Venengefäßsystem sowie Gewebsspalten.

  • Steigerung der Lymphangiomotorik.

  • Lockerung fibrosklerotischen Bindegewebes.

  • Hebung des Parasympathicotonus.

Therapieziel:

  • Entstauung mit Schmerzreduktion.

Regelbehandlungszeit: Richtwert 30, 45 und 60 Minuten.

(Quelle: Rahmenvertrag - vdek, vom 01.04.2013)

Praxis für Physiotherapie Heike Max

Egonstraße 25

79106 Freiburg

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